Herzlich Willkommen beim Rauchklub Großschwarzenlohe Sängerriege e.V. Sängersstammtisch

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Unsere Theatergruppe 2014 Ein Bericht mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung von Jörg Ruthrof Unsere Theatergruppe 2015

 Viel Theaterspaß des Rauchklub Großschwarzenlohe beim turbulenten Kururlaub    

  Maurizinus, Mittelmeer-Kreuzweg oder doch Bad Füssing?


Großschwarzenlohe - Mit begabten Neuzugängen und einem rundum gelungenen Theaterspaß in drei Akten bei „Wenn einer eine Reise tut …“ hat die Theatergruppe des Rauchclubs auch 2015 wieder ein hintersinniges Stück in fränkischem Dialekt über die Besonderheiten und Geheimnisse des Kururlaubs in Szene gesetzt, dessen erste beide Aufführungen bei den mehr als 200 Zuschauern in der Waldhalle pro Abend bestens ankamen.    


Musikalisch begrüßte der gemischte Chor des „Rauchclub“ zu Beginn der Veranstaltung das Publikum und wie im Vorjahr begeisterte Carolin Bischof, die zugleich im Theaterstück eine wichtige Rolle spielte, mit ihrem Soloauftritt. Thomas Müller konnte zudem als Spielleiter einmal mehr auf langjährige Akteure und neue Mitspieler für das diesjährige Stück der fränkischen Autorin Regina Rösch zurückgreifen. Und warum ein Urlaub nicht immer auch Vorfreude zu Folge haben kann, erfuhren die Zuhörer gleich am Anfang bei der nächtlichen Heimkehr der drei Freunde und Feuerwehrleute Emil, Max und Oswald von der Feuerwehrübung.

Ihnen, oder besser Emil Lautenschläger (verkörpert von Roman Vitzthum) und Oswald Krause (von Karl-Heinz Steger gespielt) steht in Kürze der Urlaub ins Haus. Doch während Urlaub für sie wegen ihres Bauernhofs mit Schweinezucht in den letzten 20 Jahren immer „Kur-Abenteuer“ in Bad Füssing mit Vorfreude bedeutete, ist heuer alles anders: Mit dem Ende ihrer Züchterjahre wollen ihre Frauen Helga Krause (Monika Wenzel als Idealbesetzung) und Betty Lautenschläger (verkörpert von Gisela Schmitz) mit in den Urlaub und haben sogar schon selbst die neuen Reiseziele ausgewählt: Eine Kreuzfahrt im Mittelmeer und einen Karibikurlaub.    


Maurizinus, Mittelmeer-Kreuzweg oder doch nicht?

Emil graut es schon jetzt, seinen ersten gemeinsamen Eheurlaub auf „Maurizinus“ mit Schnorcheln und Strandurlaub verbringen zu müssen und Oswald sieht die von seiner Frau geplante Mittelmeer-Kreuzfahrt eher als persönlichen „Kreuzweg“ denn als Vergnügen und Erholung. Von ihren Frauen zunächst nach Hause geführt, führt das Schicksal beide Paare dann nur wenige Stunden später - Emil und Oswald inzwischen etwas ausgenüchterter - wieder an der Bushaltestelle des Dorfes zusammen und Nachbarin Marie (von Rita Ryrko gespielt) wird zur Morgenstunde beiden Ehepaare noch unverhofft eine große Hilfe in letzter Minute.     

Schließlich erbarmen sich die Frauen ihrer verzweifelten Ehemänner und klären sie über die wahren Urlaubspläne wenigstens teilweise auf: Es geht weder in die Karibik noch auf Kreuzfahrt, sondern einmal mehr ins herbeigesehnte Bad Füssing - aber eben leider erstmals zusammen mit den Frauen, was Emil und Oswald die spontane Freude gleich wieder verdirbt. So verwundert es kaum, dass beide Urlauber nach der ersten Urlaubswoche dort erstmals keine Freude an ihrer „Kurbehandlung“ haben und sich die alten Zeiten wie in den 20 Jahren zuvor herbeisehnen, als sie nach eigenen Grundsätzen hier noch frei ihre Kur mitbestimmten.    


Keiner ist sicher vorm „Kurschattenvirus“

Eine Kur soll der Gesundheit dienen, ein Virus aber keimt dort besonders gut, und von diesem „Kurschattenvirus“ werden Emil und Oswald wie auch Betty und Helga befallen: Während die Männer dem Charme von Chantal (von Andrea Hitziger wunderbar gespielt) und Jaqueline (verkörpert von Biggi Hoffmann) verfallen und von da an im Kurdauerstress sind, fühlen sich Betty und Helga wie auf Händen getragen - bis aufs fehlende Geld ihrer Charmeure - vom „Herrn Feerdinaand von Cartier“ (Tobias Boeck als Sprachgenie) und Baron Adalbert von und zu Stadelhofen (mit Bernd Reithinger als gutem Neuzugang für die Gruppe).    

Zugleich gibt es als gute Seele des Kurbetriebs noch Masseur Harry Gruber (gespielt von Reiner Engl, in einer Doppelrolle auch Feuerwehrkamerad Max im 1.Akt des Stückes) und seine Assistentin Susi Weber (von Carolin Bischof ideal verkörpert): Diese kennen ihre „Problemgäste“ besser als jeder andere und für Oswald hat Susi zudem auf besondere Bitte hin noch eine „Spezialbehandlung“ im ihrem Betreuungsprogramm vorbereitet. Wie der Kuraufenthalt für beide Ehepaare endet und welche Überraschungsbehandlung Susi für Oswald parat hat, können die Theaterfreunde noch zwei Mal am kommenden Wochenende erleben.         (jör)